Wasserbüffel interessieren Staatssekretärin

Bundesweit gibt es laut HIT-Datenbank bereits mehr als 4000 Wasserbüffel in Deutschland. Im Vergleich zur Rinderhaltung von über 12 Millionen Tieren ist dies eine verschwindend geringe Anzahl. Dennoch wird der Büffelzucht in den kommenden Jahren aufgrund des besonderen Einsatzspektrums des Wasserbüffels eine stetig wachsende Bedeutung zukommen. Dies machte Peter Biel als Präsident des Internationalen Förderverbandes zum Einsatz des Wasserbüffels als Landschaftspfleger (IFWL) bei seinem Gespräch am 12. November 2014 mit der Parlamentarischen Staatssekretärin im Landwirtschaftsministerium in Berlin, Dr. Maria Flachsbarth, deutlich und freute sich über das entgegengebrachte Interesse, ihr sowie ihrem Persönlichen Referenten Lars Becker und Edelgard von Houwald vom Referat 226 (Koordination der Umweltangelegenheiten und Biologischen Vielfalt) die Arbeit des Verbandes aufzuzeigen. Zur Delegation des Förderverbandes gehörten auch Ökologe und Vizepräsident Dr. Hans-Georg Wagner, Juristin Hella Hering-Ebbinghaus als Schatzmeisterin und Büffelzüchterin Rita Biel.

Wenngleich durch die Ausrichtung des Büffelverbandes auf landschaftspflegerische bzw. naturschutzfachliche Aufgaben bedingt keine direkten Förderungsmöglichkeiten durch das Ministerium ausgemacht werden konnten, wurde die Bedeutung beispielsweise der Biodiversitätsförderung im Sinne der nationalen Strategie hierzu vor allem auch durch die Landwirtschaft als wesentliche Aufgabe beider Institutionen erkannt. Vor diesem Hintergrund soll zunächst eine inhaltliche Unterstützung unter anderem in Form von Fachbeiträgen bei Tagungsveranstaltungen des Verbandes erfolgen, um im Dialog mit büffelhaltenden Landwirten aus Deutschland Bedürfnisse und Möglichkeiten aktuell und im Lichte sich ändernder landwirtschaftlicher Förderkulissen immer wieder neu zu bewerten.

Interessiert zeigte sich die Staatssekretärin über die Entwicklung der Büffelzucht in Deutschland und die erfolgreichen landschaftspflegerischen Projekte in zahlreichen Bundesländern. Diskutiert wurden Fördermöglichkeiten im Agrarbereich durch wissenschaftliche Begleitung, Umsetzung der UN-Biodiversität-Konvention und Förderung von Wissenstransfer und Innovation in der Landwirtschaft. Es wurde vereinbart, über den Kontakt mit der Bundestagsabgeordneten Astrid Grotelüschen (CDU) aus Großenkneten zum Umweltministerium im Gespräch zu bleiben.

Anschließend nahmen die Büffelzüchter die Einladung der Abgeordneten Grotelüschen zu einem Gespräch und einer Führung durch den Bundestag an. Peter Biel dankte der Politikerin für ihre schon seit Jahren bestehende Unterstützung vor Ort und informierte sie über den Verlauf der jüngst in Ronnenberg/Hannover durchgeführten IFWL-Verbandstagung und der aktuellen Situation der Büffelzucht in ihrer Heimatgemeinde Großenkneten.

Gespräch über Wasserbüffel im Landwirtschaftsministerium: Rita Biel, Edelgard von Houwald, Peter Biel, Dr. Maria Flachsbarth, Dr. Hans-Georg Wagner und Hella Hering-Ebbinghaus (von links).

 

Der Besuch des Brandenburger Tores unmittelbar nach den Feierlichkeiten zum 25-Jährigen Jubiläum des Mauerfalls gehörte mit zum Besuchsprogramm.

Astrid Grotelüschen begleitet die Arbeit des Förderverbandes seit Jahren und wird den Kontakt zum Umweltministerium in Berlin organisieren.